Das Frühjahrsprogramm 2015

Gepostet am Okt 24, 2014 in Vorschau | Keine Kommentare
Das Frühjahrsprogramm 2015

Liebe Freunde der Graphic Novel,
wir freuen uns, euch das Programm ab April 2015 bekanntzugeben. Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!

April 2015

 

Ein schöner kleiner Krieg. Saigon 1961 – 1963

Marcelino Truong
272 Seiten, gebunden, vierfarbig
€ 24,99 [D] ISBN 978-3-7704-5517-1

Der Bürgerkrieg in Vietnam zählt zu den bedeutendsten Kriegsschauplätzen nach 1945, zeigt er doch, dass der Kalte Krieg weder kalt noch die USA allmächtig waren. 40 Jahre nach Kriegsende erzählt Marcelino Truong in Ein schöner kleiner Krieg von seiner Kindheit in Saigon, als die Fronten sich verhärteten und der Konflikt an Schärfe und Brutalität zunahm. Truongs Familie gehört zu einer Oberschicht, die dem korrupten und autoritären Präsidenten Ngo Dinh Diem nahesteht, denn sein Vater steht im diplomatischen Dienst. Während in der Hauptstadt Cocktailpartys gefeiert werden, hört man in den Bergen Explosionen. Das kleine Land versinkt im Chaos: Arm steht gegen Reich, Katholiken gegen Buddhisten, Kommunisten gegen Imperialisten. Gelingt es der Familie, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen?

„In Ein schöner kleiner Krieg vermischt Marcelino Truong nicht nur die Geschichte Vietnams mit seiner eigenen Familienchronik, sondern zeichnet außerdem den kleinen Jungen nach, der er einmal war.“
(Le Figaro littéraire)

 

Don Quixote

Rob Davis
296 Seiten, gebunden, vierfarbig
€ 24,99 [D] ISBN 978-3-7704-5518-8

Don Quixote ist Weltliteratur. Jeder kennt den Ritter von der traurigen Gestalt und seinen Gefolgsmann Sancho Panza. Wer den Klassiker schon immer einmal lesen wollte, aufgrund des Seitenumfangs aber gezögert hat, der bekommt jetzt eine Alternative. Die Graphic Novel von Rob Davis hält sich eng an die Vorlage von Miguel de Cervantes. Kapitel für Kapitel wird die Geschichte des Adligen Alonso Quexana erzählt, der zu viele Ritterromane gelesen hat. Fortan nennt er sich Don Quixote de la Mancha. Auf seinem treuen Pferd Rosinante zieht er aus in ein witziges, sympathisches und verrücktes Abenteuer …

„Als wäre dieser Roman nicht 400 Jahre alt, sondern funkelnagelneu.“
(The Times Literary Supplement)

 

Mai 2015

 

Shoplifter. Mein fast perfektes Leben

Michael Cho
96 Seiten, broschiert mit Klappe, zweifarbig
€ 14,99 [D] ISBN 978-3-7704-5516-4

Corrina ist Ende Zwanzig und Single. Sie hat Englische Literatur studiert und wollte eigentlich Schriftstellerin werden. Jetzt arbeitet sie als Werbetexterin in einer großen Agentur. Als sie um einen Slogan für ein Parfum gebeten wird, das an Neunjährige vermarktet werden soll, knallt bei ihr eine Sicherung durch: Was tue ich hier eigentlich? Will ich so mein Leben verbringen? Wer bin ich wirklich? Sehr grundsätzliche Fragen, die sie mehr und mehr aus der Bahn werfen … Corrina will aus ihrer langweiligen Routine ausbrechen, sehnt sich nach etwas Unberechenbarem, etwas Wildem. Als sie auf einer Party den Fotografen Ben kennenlernt, scheint sie endlich einen Seelenverwandten gefunden zu haben. Doch hält der Schein, was er verspricht? Eine urbane Liebesgeschichte über die Sehnsucht nach der großen Freiheit, stets begleitet von einem Augenzwinkern.

„Eine anziehende Story und eine schrullige Heldin – Chos Debüt reißt einen mit!“
(Publisher’s Weekly)

 

Juni 2015

 

Sprechende Hände. Die Geschichte von Helen Keller

Joseph Lambert
96 Seiten, gebunden, vierfarbig
€ 19,99 [D] ISBN 978-3-7704-5519-5

Alabama, 1887. Die sechsjährige Helen Keller ist taubblind und nicht in der Lage, mit anderen Menschen zu kommunizieren. Annie Sullivan ist als junge Hauslehrerin angestellt und will ihr das Fingeralphabet beibringen. Dinge, die Helen haben möchte, soll sie Annie in die Handflächen buchstabieren. Doch die Arbeit gestaltet sich schwierig, denn Helen reagiert wütend und trotzig auf die Unterrichtsversuche. Mit Annie hat sie jedoch eine Lehrerin, die genau so stur wie sie selber ist. Mit der Zeit lernt Helen viele Zeichen auswendig. Der Durchbruch kommt, als sie begreift, dass diese Zeichen Wörter bilden und alles um sie herum einen Namen hat. Endlich beginnt sie, ihre Umwelt und sich selbst zu verstehen.

Obwohl Helen Keller seit dem zweiten Lebensjahr taubblind ist, lernt sie reiten, tanzen und macht einen Universitätsabschluss. Später wird sie als Autorin weltberühmt. Den Grundstein für diesen bemerkenswerten Lebenslauf legte ihre Lehrerin Annie Sullivan. Joseph Lambert schildert in seiner preisgekrönten Graphic Novel die frühen Lehrjahre von Helen Keller. Nach zähem Ringen gelingt es dem Mädchen, Dunkelheit und Stille zu überwinden. Eine berührende Erzählung über Freundschaft und das besondere Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler.

„Dieses Buch ist weit davon entfernt, eine Heiligendarstellung zu sein. Vielmehr zeigt es die Hindernisse und Widersprüche, auf die die beiden Heldinnen stoßen. Ihr Streiten, zuerst gegeneinander, dann Seite an Seite, schweißt sie untrennbar zusammen. Gemeinsam stellen sie sich gegen das Schicksal – und gewinnen.“
(Pascal Ory, in: Histoire)

 

 

Juli 2015

 

Also schwieg Zarathustra

Nicolas Wild
224 Seiten, broschiert mit Klappe, schwarzweiß
€ 19,99 [D] ISBN 978-3-7704-5515-7

Sophia Yazdani ist Architektin und lebt in Paris. Vor kurzem wurde ihr Vater ermordet. Nun möchte sie seinen Traum vollenden und im Iran ein zoroastrisches Kulturzentrum eröffnen. Comic-Journalist Nicolas Wild begleitet sie in das Heimatland ihres Vaters, in den Iran. Wie man ein Huhn kugelsicher macht oder warum man beim Geldabheben eine Schubkarre mitbringen sollte, das sind Fragen, die sich Nicolas vorher nie gestellt hat. Er lernt auf seiner Reise das frühere Persien von einer Seite kennen, die in der westlichen Berichterstattung für gewöhnlich nicht vorkommt. Ein unterhaltsamer Einblick in das Gesellschaftsleben des modernen Iran, kombiniert mit einer Kriminalgeschichte und einem Ausflug in die uralte, exotische Religion der Zarathustren.

„Eine erfrischende Reise, die all dem widerspricht, was wir heute normalerweise vom Iran erwarten würden.“
(Prix France Info 2014)

 

September 2015

 

Ich bin Fagin. Die unerzählte Geschichte aus Oliver Twist

Will Eisner
136 Seiten, gebunden, zweifarbig
€ 19,99 [D] ISBN 978-3-7704-5521-8

Moses Fagin, der „Jude“ aus Oliver Twist, sitzt im Gefängnis und wartet auf seine Hinrichtung. Empört darüber, wie Charles Dickens ihn in seinem Buch dargestellt hat, erzählt er ihm seine Lebensgeschichte. Als Sohn böhmischer Immigranten wuchs er in den Slums von London auf. Sein Vater brachte ihm bei, wie man sich mit krummen Geschäften und Betrügereien durchschlägt.
Als Fagins Eltern starben, nahm ihn der wohlhabende Geschäftsmann Eleazer Salomon als Diener auf. Bei ihm lernte Moses eine andere Seite jüdischen Lebens kennen. Doch auch in der Oberschicht musste er gegen Vorbehalte und Diskriminierung ankämpfen.

Comic-Altmeister Will Eisner macht Fagin in seiner Graphic Novel zur Hauptfigur und entwirft dessen Lebensgeschichte vor dem Hintergrund des viktorianischen Zeitalters. Fagin wird dadurch zu einem mehrdimensionalen Charakter, der mit Oliver-Twist-Autor Charles Dickens streitet und ihn mit dem Problem des Antisemitismus in der Literatur konfrontiert.

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