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Über das Buch

Details

Moses Fagin, der „Jude“ aus Oliver Twist, sitzt im Gefängnis und wartet auf seine Hinrichtung. Empört darüber, wie Charles Dickens ihn in seinem Buch dargestellt hat, erzählt er ihm seine Lebensgeschichte. Als Sohn böhmischer Immigranten wuchs er in den Slums von London auf. Sein Vater brachte ihm bei, wie man sich mit krummen  

Geschäften und Betrügereien durchschlägt. Als Fagins Eltern starben, nahm ihn der wohlhabende Geschäftsmann Eleazer Salomon als Diener auf. Bei ihm lernte Moses eine andere Seite jüdischen Lebens kennen. Doch auch in der Oberschicht musste er gegen Vorbehalte und Diskriminierung ankämpfen.

Autor: Will Eisner
Übersetzer: Axel Monte
Inhalt: Leseprobe
ISBN: 978-3-7704-5521-8
Preis: € 19,99
Seitenzahl: 136
Farbigkeit: zweifarbig
Buchform: gebunden
Erscheint am: 03.09.2015


Comic-Altmeister Will Eisner macht Fagin in seiner Graphic Novel zur Hauptfigur und entwirft dessen Lebensgeschichte vor dem Hintergrund des viktorianischen Zeitalters. Fagin wird dadurch zu einem mehrdimensionalen Charakter, der mit Oliver-Twist-Autor Charles Dickens streitet und ihn mit dem Problem des Antisemitismus in der Literatur konfrontiert.

 

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1 Kommentar

  1. Ullrich
    23. Oktober 2015

    Will Eisner und Chales Dickens? Klingt erst einmal komisch, passt aber perfekt. In seinem glänzenden Nachwort zum vorliegenden Buch macht Jeet Heer auf die Parallelen zwischen beiden Autoren aufmerksam. Man könnte dem noch hinzufügen: Auch in der Sentimentatiltät ihrer jeweiligen Erzählweisen ähneln sich Dickens und Eisner. Was mich also bei Eisner sonst immer ein wenig gestört hat, – hier ist es absolut stimmig.

    Dem Thema Antisemitismus hat Eisner am Ende seiner bemerkenswerten Karriere immer wieder Aufmerksamkeit geschenkt. In »Fagin« bekommt die Angelegenheit noch einen besonderen Akzent: Eisners Ausgangspunkt sind seine eigenen Bedenken bezüglich der Figur des kleinen Afroamerikaners Ebony White, den Eisner einst als Sidekick des legendären Spirit konzipiert hatte. Die karikierende Charakterisierung der Figur war, wie Eisner selbstkritisch und bedauernd vermerkt, ein rassistisches Klischee. Ein ebensolches Klischee findet Eisner nun bei Dickens in der Figur des Fagin aus »Oliver Twist«.

    Eisner nimmt sich Fagin und den Dickens-Roman vor und erzählt die Geschichte neu. Das Oliver-Twist-Geschehen rückt nun eher in den Hintergrund, dafür wird Fagin in den Vordergrund geholt. Seine Lebensgeschichte ist es, die nun erzählt wird, wodurch die Umstände deutlich werden, die dazu geführt haben, dass Fagin ein Leben am Rande der Gesellschaft führen muss. Anti-jüdische Einstellungen der nicht-jüdischen Mitmenschen spielen dabei eine Hauptrolle. Fagin wird zu einem Charakter, der verständlich wird und zu einem möglichen Gegenstand unseres Mitgefühls, obwohl Eisner ihn nicht vollständig aus der Verantwortung nimmt.

    Eisner betreibt mit »Fagin« so etwas wie eine stellvertretende Wiedergutmachung, die aber durchaus auch – siehe Ebony – in eigener Sache geschieht.

    Fazit: Das bei aller Schlichtheit in der Erzählweise komplexeste, reifste und beste Buch des späten Will Eisner.

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